Hinweisschilder Berliner_Mauerweg

Berliner Mauerweg wird durchgehend barrierefrei

Der gut 160 km lange historisch wie touristisch bedeutsame Mauerweg soll erneuert und dann durchgehend auch für Rollstuhlfahrer nutzbar sein.
In den kommenden Jahren soll der Berliner Mauerweg, der zu den touristischen Highlights der Hauptstadt gehört, und entlang der früheren Grenze um den Westteil Berlins führt, erneuert und ausgebaut werden. Auch das Informationssystem entlang der Route soll im Zuge der Baumaßnahmen verbessert werden. Dann wird der Weg durchgehend auch für Fahrrad- und Rollstuhlfahrer nutzbar sein. Die Bauarbeiten, für die der Berliner Senat 12,4 Mio Euro bewilligt hat, sollen 2020 beginnen und sind auf fünf Jahre angesetzt.

Ein geschichtsträchtiger Weg

Der Berliner Mauerweg verläuft in großen Teilen entlang des früheren Todesstreifens und erinnert mit 600 Schautafeln an die Geschichte des jeweiligen Ortes. Beispielsweise wird an Menschen erinnert, denen die Flucht glückte oder die bei ihren Fluchtversuchen ihr Leben lassen mussten.

Gedenkstelen Nieder Neuendorf
Gedenkstelen für Peter Kreitlow und Francisek Piesik in Nieder Neuendorf

Bestandsaufnahme des Mauerweges

Im Sommer 2018 erfolgte eine Bestandsaufnahme des gesamten Mauerweges. Betrachtet wurden die Art des Belags, Breite und Zustand der Wegeflächen sowie der angrenzenden Vegetationsbestände. Besonderes Augenmerk wurde auf die Barrierefreiheit gelegt. In der umfassenden Analyse wird die gesamte Strecke nach fünf Kategorien von „mangelfrei“ bis „Gefahrenstelle“ bewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass trotz eines insgesamt positiven Zustandes an zahlreichen Abschnitten Mängel vorliegen.
MauerwegLichtenrade
Unsanierter Mauerweg an der Stadtgrenze westlich von Lichtenrade, im Hintergrund das Kraftwerk Lichterfelde

Bauarbeiten beginnen 2020

Die Pflege und Unterhaltung des Berliner Mauerweges obliegen bislang einer Vielzahl von Flächeneigentümern. Um ein kontinuierliches Qualitätsmanagement zu gewährleisten, ist die Übertragung des Projekt-, Bau- und Betriebsmanagements des Mauerweges an die Grün Berlin GmbH vorgesehen.Mit eingebunden in die Bestandsaufnahme waren die Berliner Bezirke, die Brandenburger Gemeinden sowie weitere Verwaltungen und Institutionen, die für Teilflächen des Berliner Mauerweges zuständig sind. Der kontinuierliche Austausch mit allen Beteiligten soll auch in Zukunft fortgeführt werden.

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